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Selbstverteidigung

 

Die Kunst der Selbstverteidigung ist so alt wie die Menschheit. Oft sind die über mehrere Generationen weitergegebenen Praktiken für gegenwärtige Verhältnisse in dieser Form nicht mehr brauchbar. Aus speziell diesem Grund wurden im Ju-Jutsu die sinnvollsten und effektivsten Angriffs- und Abwehrtechniken aus dem großen Repertoir aller Kampfsportarten harmonisch miteinander vereint und perfektioniert.


Angemessene Verteidigung

Alle Verteidgungstechniken können in „weicher“ und „harter“ Form mit vielen Zwischenstufen angewendet werden. Sollen die Techniken voll wirksam werden, müssen ihre Prinzipien beachtet werden. Wirksamkeit ist nicht gleich Kraft oder Gewalt, sondern richtige Technikausführung und –anwendung. Hierbei nimmt das Ju-Jutsu in besonderem Maße Rücksicht auf die unterschiedliche Konstitution von Angreifer und Verteidiger. Auf Grund der großen Zahl der angebotenen Techniken, findet jeder Schüler seine individuell für ihn optimal zugeschnittene, eigene Verteidigungsform. Das Ju-Jutsu ist nicht an starre Regeln gebunden, sondern passt sich dem jeweiligen Anwender an.

Trainingsziel

Ziel des Ju-Jutsu-Trainings ist es , Bewegungsabläufe zu automatisieren, so dass die Verteidigung ohne Nachdenken erfolgt, d.h. automatische Reflexe im Unterbewusstsein (sog. Automatismen) ablaufen. In der freien Selbstverteidigung werden die Einzeltechniken so aneinandergereiht, wie sie sich durch das Verhalten des Angreifers ergeben (sog. Kombinationen und Weiterführungstechniken). Nicht der Verteidiger entscheidet über die Technikfolge, sondern die Handlungen des Angreifres. Diesen passt sich der Verteidiger an, mit dem Ziel ihn angriffsunfähig zu machen. In der „freien Selbstverteidigung“ zeigt sich die echte Kunst der Selbstverteidigung – die Perfektionierung.
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